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Willkommen-in-unserem-Buch-

Wir sind 14 Schülerinnen und Schüler aus einer Willkommensklasse eines Berliner Gymnasiums. Wir sind zwischen 13 und 18 Jahren und lernen gerade die deutsche Sprache.

Manche von uns kommen aus Europa, manche aus Asien, wieder andere aus Nordafrika oder Südamerika. Manche dürfen auf jeden Fall bleiben, andere haben die Sorge, wieder ausgewiesen zu werden.

 

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Obwohl wir ganz unterschiedlich sind und jede und jeder von uns eine andere Geschichte hat, sind wir vor allem eins:
Ganz gewöhnliche junge Menschen, die neugierig auf ihre Zukunft sind und gemeinsam mit dir in Deutschland leben möchten!

Blättere in diesen Seiten, lerne uns kennen und überlege dir mit uns, wie dieses gemeinsame Leben gelingen kann!

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Das-sind-wir-Schriftzug

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Bildquelle: flickr.com/goatling
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Ahmad-Schriftzug

Hallo,
ich heiße Ahmed. Ich komme aus Syrien und bin 14 Jahre alt. Ich mag Fußball spielen und schwimmen. Außerdem höre ich gern Musik. Ich habe viele Freunde in Syrien. Die meisten meiner Freunde haben in der Nachbarschaft gewohnt. Wir haben jeden Samstag zusammen Fußball gespielt. Ich habe in keinem Verein gespielt, wir haben uns in der Pause einfach auf dem Schulhof getroffen und da gespielt. In Syrien ist Fußball vor allem etwas für Kinder und Jugendliche, zumindest auf dem Land. Vor dem Fußball spielen gingen meine Freunde und ich ins Schwimmbad. Danach haben wir bei mir Karten gespielt und meine Freunde haben dann Shisha geraucht, ich aber natürlich nicht! Am Sonntag sind wir immer mit dem Fahrrad zum Fluss zum Baden gefahren. Der war ganz schön reißend und man musste ziemlich gut aufpassen. Manchmal sind wir danach noch in die Berge gefahren und haben zusammen gespielt.
In Syrien können alle reiten. Ich auch! Einige Leute haben Pferde, vor allem diejenigen, die auf dem Land leben. Auf dem Land wird das Pferd auch als normales Verkehrsmittel benutzt, so wie hier vielleicht das Fahrrad. Für lange Strecken benutzen wir auch das Auto. Einmal im Jahr sind wir alle zusammen nach Damaskus auf den Markt gefahren.

Jetzt wohne ich in in Berlin und gehe hier in die Schule. In Syrien hatte ich immer nur bis um 12 Uhr oder 13 Uhr Schule. Zusammen mit vierzig anderen Schülern und einer Lehrerin hatten wir Unterricht. Hier ist der Unterricht länger und ich spiele leider nicht mehr jeden Tag Fußball, aber so oft wie möglich. Meine Freunde sind fast alle in Syrien geblieben, nur ein Freund von mir ist geflüchtet und lebt jetzt in der Türkei.
Wenn der Krieg vorbei ist, möchte ich wieder zurück nach Syrien gehen. Wenn der Krieg noch lange dauert, möchte ich hier weiter lernen und nach der Schule Polizist werden.

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Azize-Schriftzug

IMG-20160520-WA0001Hallo,
ich bin 13 Jahre alt und habe vier Geschwister. Wir sind also eine große Familie. Wir kommen aus dem Kosovo und haben in der Hauptstadt Prishtina gelebt. Dort gibt es einen sehr schönen großen Park. In der Sommerhälfte des Jahres sind wir fast jedes Wochenende dort hin gegangen und haben gegrillt. Manchmal sind Freunde dabei gewesen, aber nicht immer. Die Erwachsenen haben sich unterhalten und die Kinder haben gespielt. Im Unterschied zu Deutschland grillen sehr viele Leute im Park, auch wenn sie einen eigenen Garten haben. Wir hatten auch einen eigenen Garten, aber er war zu klein für die Kinder zum Spielen, und alle haben im Park viel mehr Platz.
Unter der Woche bin ich in die Schule gegangen und manchmal auch zum Volleyball mit meinen Freundinnen. Wir haben uns auch verabredet, wenn wir zusammen für einen Text lernen mussten. Neben Volleyball ist auch Malen mein Hobby. Am liebsten male ich die Natur. Meine Lieblingsfarben sind blau und grün. Im Sommer bin ich mit meinen Freundinnen Eis essen gegangen oder spazieren. Ich hatte auch Jungen als Freunde. Im Kosovo haben Jungen und Mädchen die gleichen Rechte.
Nun bin ich seit 10 Monaten in Deutschland. Hier gefällt es mir ganz gut mit meinen neuen Freunden und meiner Familie. Besonders gut finde ich, dass es hier viel mehr Natur für alle gibt. Im Kosovo gibt es viel mehr Privatgrundstücke. Wenn man dort nicht auf sein Grundstück aufpasst, kann es sein, dass es einem von jemandem weggenommen wird. Wenn man Beziehungen zur Polizei hat, hat man Glück, oder man bezahlt jemanden Geld, damit er aufpasst. Besser finde ich hier auch, dass man beim Arzt sehr gut untersucht wird. – Da fällt mir ein witziges Erlebnis ein, das ich hier in Deutschland hatte, als ich einmal mit meinem Vater zum Augenarzt gegangen bin. Wir mussten mit der U-Bahn fahren, und als ich eingestiegen bin, sind schon die Türen zugegangen und mein Vater blieb draußen vor der Tür stehen. Ich bin dann in der nächsten Station ausgestiegen und wieder zurück gefahren.
Auch wenn es mir hier ganz gut gefällt, vermisse ich trotzdem meine Freunde aus dem Kosovo, meine Stadt, alles. Hier spiele ich auch kein Volleyball mehr. Statt dessen lerne ich deutsch und treffe mich mit meinen Freundinnen. Für meine Zukunft wünsche ich mir, dass ich hier in Deutschland bleiben und studieren kann.

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Bhaa-Schriftzug

Bhaa-BrueckeIch bin 17 Jahre alt und komme eigentlich aus Syrien. Aber weil wir nach Libyen gezogen sind, als ich noch klein war, kann ich mich nur noch an unser Haus in Syrien erinnern. Als Heimat empfinde ich sowohl Libyen als auch Syrien. Libyen, weil ich dort zehn Jahre gelebt habe und Syrien, weil es mein Land ist.
Jetzt wohne ich in Berlin-Pankow. Ich spreche arabisch und deutsch. Meine Hobbys sind Fußball spielen, schwimmen und Tischtennis spielen. Ich habe hier viele neue Freunde gefunden, Deutsche, Araber und Serben. Am Wochenende spielen wir Fußball oder Tischtennis. Manchmal helfe ich auch meiner Mutter beim Kochen und Aufräumen oder ich passe auf meine kleine Geschwister auf. Ich habe 9 Geschwister: 6 Brüder und 3 Schwestern und sie lernen alle Deutsch. Die Kleinen können schon gut deutsch sprechen und gehen bereits in Regelklassen.

Es war sehr schwierig nach Deutschland zu kommen. Wir sind von Libyen um 4 Uhr morgens mit dem Boot gefahren und wir waren vier Tage im Meer. Das Boot war am zweiten Tag kaputt. Es waren 1200 Personen auf 27 Metern und wir hatten kein Wasser und kein Essen mehr. Deshalb haben die Kinder Meerwasser getrunken, und viele Kinder waren bewusstlos. Das Boot hat die ganze Zeit geschaukelt und wir hatten viel Angst. Am dritten Tag ist ein Helikopter gekommen und hat ein Foto von uns gemacht. Zwei Stunden später ist Hilfe gekommen. Drei große Schiffe haben uns von dem kleinen Boot abgeholt. Dann sind wir vier Tage in Sizilien geblieben. Die Menschen dort haben uns alles gegeben, was wie brauchten. Am sechsten Tag haben sie uns gefragt, ob wir in Italien bleiben wollten. Aber wir wollten dort nicht bleiben, weil wir über Italien nichts wussten und niemanden kannten. Deshalb haben wir gesagt, dass wir lieber nach Deutschland wollten, weil der Onkel von meinem Vater in Deutschland lebt. Am siebten Tag sind wir dann mit dem Zug nach München gefahren, wo wir zwei Tage geblieben sind. Dann sind wir nach Berlin gefahren.

In Deutschland hat mich eigentlich nicht wirklich etwas überrascht, weil ich mich schon in Libyen sehr viel mit verschiedenen Medien über das Land informiert habe. Außerdem haben ein paar Freunde von uns, die bereits in Deutschland lebten, erzählt, was uns hier erwartet.

Jetzt möchte ich vor allem weiter lernen und Abitur machen. Dann möchte ich gerne Jura studieren und Richter werden.

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Deya-Schriftzug

Deya PorträtfotoIch heiße Deya und bin in Syrien in der Stadt Daraa geboren. Das ist eine halbe Autostunde von Jordanien entfernt. Mit fünf Jahren bin ich mit meiner Mutter und meinen acht Geschwistern nach Libyen zu meinem Vater gezogen. Libyen ist deshalb meine Heimat. In Libyen habe ich jeden Tag mit meinen Freunden Fußball gespielt. Auch abends waren wir noch lange draußen und haben gespielt. Wenn die Eltern es erlaubt haben, durften auch die Mädchen mitspielen. Aber ich selber mag nicht so gerne mit Mädchen spielen, weil sie oft Angst vor dem Ball haben. Wenn wir Lust hatten, haben wir neben der Straße gekocht. In den Sommerferien waren wir jeden Tag am Strand, haben geredet, gekocht und sind im Meer schwimmen gegangen.

Wir sind nach Deutschland gekommen, weil in Syrien und in Libyen Krieg ist. Wir wurden herzlich aufgenommen. Die Deutschen haben uns Essen und Kleidung gegeben und sie haben mit uns gesprochen. Aber wir haben nichts verstanden.
Inzwischen weiß ich, dass es in Deutschland auch Menschen gibt, die Flüchtlinge nicht mögen. Aber ich habe keine Angst, dass mir etwas passiert. In Libyen ist es viel gefährlicher. Ich habe viele deutsche Freunde und Freundinnen. Wir spielen zusammen Fußball und Basketball, kochen und gehen ins Schwimmbad. Meine deutschen Freunde kommen fast alle aus Berlin Spandau. Als wir noch in einem Heim gelebt haben, bin ich dort in die Schule gegangen. Jetzt wohnen wir in einer eigenen Wohnung in Pankow. Dort gehe ich auch in die Schule. In Deutschland finde ich viel gut. Die Deutschen respektieren die Ausländer, die Städte sind schön und in den Supermärkten findet man alles, was man braucht. Auch die Schule finde ich gut.
Bei meinen deutschen Freunden finde ich gut, dass man auch mit gleichaltrigen Mädchen zusammen sein kann. In Libyen geht das nicht mit älteren Mädchen. Ich finde allerdings komisch, dass viele deutsche Jungs wie Mädchen in Libyen sind. Sie sitzen zu Hause, spielen mit dem Computer oder schreiben Gedichte. Auf der anderen Seite finde ich mein Leben hier nicht so interessant, weil jeden Tag alles gleich ist. Mein Alltag hier ist also manchmal ein bisschen langweilig. Aber ich habe auch noch mit der deutschen Sprache Probleme. Außerdem habe ich hier viel weniger Möglichkeiten als in Libyen. Ich habe zum Beispiel kein Motorrad und viel weniger Freunde. Außerdem ist hier abends meistens nicht viel los. Ich denke aber, dass es für meine Schwestern in Deutschland besser ist, weil es hier mehr Sicherheit gibt. Ich möchte gerne in Deutschland leben und arbeiten. Nach der Schule möchte ich Polizist werden, weil ich gerne eine Uniform tragen und mich stark fühlen möchte. Als Polizist würde ich gerne den Alexanderplatz von Berlin von Kriminellen befreien und Drogen verbieten. Wenn der Krieg vorbei ist, möchte ich aber wieder nach Libyen zurück gehen.

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Hscham-Schriftzug

HschamIch bin Hscham und bin 18 Jahre alt. Ich bin in Deutschland geboren, aber mein Heimatland ist Ägypten. Meine Muttersprache ist Arabisch. Ich kann aber trotzdem gut deutsch sprechen, weil Deutsch meine Muttersprache gewesen ist, bis ich fünf Jahre alt war und nach Ägypten gezogen bin. Aber ich habe auch wieder viel von der deutschen Sprache vergessen, weil ich in Ägypten nur arabisch gesprochen habe.
Seit ich fünf Jahre alt bin, mache ich Sport. Zuerst habe ich Gymnastik gemacht, später Kung Fu trainiert und danach Parcour und Freerunning. In Ägypten war ich in der Militärschule in einer 11. Klasse. Die Militärschule ist eine normale Schule, wie hier das Gymnasium, aber sie wird vom Militär geleitet und es gibt einen Fachunterricht, der „Militärunterricht“ heißt. Dort lernen wir schießen und kämpfen. Die Mehrheit der Schüler will Polizist werden.
Ich mag mein Heimatland und seine Sprache sehr. Ich habe vier Geschwister, zwei Schwestern und zwei Brüder. Wir haben in Ägypten ein Restaurant und drei Wohnungen. Wir vermieten diese Wohnungen an Leute, die sich keine Wohnung leisten können.
Ich habe viel in meinem Leben gelernt und viele Leute sagen zu mir, dass ich zielstrebig und klug bin und für mein Alter sehr reif. Als ich 16 Jahre alt war, wollte ich kein Geld mehr von meinem Vater nehmen, und ich habe gearbeitet und alles selber gemacht. Zuerst habe ich im Restaurant meines Vaters gearbeitet und danach hatte ich ein eigenes Internet-Café. Ich bin vor neun Monaten nach Deutschland gekommen. Ich wollte nicht nach Deutschland kommen. Meine Freunde haben mich deshalb einen „Verräter“ genannt als ich ihnen gesagt habe, dass ich in Deutschland Polizist werden oder in der Bundeswehr dienen will. Sie sagten: „Warum willst du nicht für deine Heimat kämpfen?“ Aber ich habe ihnen geantwortet, dass ich nicht für Muslime oder Christen, sondern für alle Menschen kämpfen möchte. Außerdem hat man mir auf der Militärschule gesagt, dass ich nur dann auf der Schule weiter lernen darf, wenn ich meinen deutschen Pass abgebe. Denn wenn man in Ägypten Polizist oder Soldat sein will, muss man Ägypter sein und darf keine andere Nationalität haben. Aber ich wollte meinen deutschen Pass nicht verlieren, weil meine Familie bald nach Deutschland kommen und hier bleiben will. Und ich will bleiben, wo meine Familie ist. Trotzdem fühle ich mich so, als ob ich meine Freunde und meine Familie für meine Zukunft verlassen habe.
Aber ich habe noch meinen Traum, in Deutschland ein Polizist oder ein wichtiger Soldat zu werden, damit ich die Leute beschützen und Einheit und Frieden schaffen kann. In Deutschland hasse ich zwar, dass viele ein komisches Bild über den Islam haben, und ich frage mich immer, warum die Leute über Muslime urteilen, ohne sie zu kennen. Aber trotzdem möchte ich hier meinen Traum verwirklichen, und ich weiß, dass ich das schaffen kann.

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Pirot (commons.wikimedia.org)

 

 

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Kristijan-Schriftzug

Ich bin vierzehn Jahre alt und komme aus Serbien. Serbien liegt südlich von Ungarn und ist ungefähr 1000 Kilometer von Deutschland entfernt. Meine Heimatstadt heißt Pirot. Es ist eine kleine Stadt mit knapp 40.000 Einwohnern. Sie sieht schön aus, und es gibt einen neuen Platz, auf dem sich immer sehr viele Menschen treffen. Auch ich habe mich dort meistens abends mit meinen Freunden getroffen. Wir sind mit dem Fahrrad durch den Springbrunnen in der Mitte des Platzes gefahren, sind mit unseren Handys ins Internet gegangen oder haben miteinander geredet. Am Wochenende haben wir uns meistens im Internet Café getroffen.
Mit meinem Cousin und einem Freund hatte ich eine Band. Ich habe die Tarabuka gespielt, das ist eine einfellige Trommel. Außerdem hatte ich in Serbien einen Hund. Er heißt Crna, ist ein Mädchen und ist groß und schön. Ich bin gerne mit ihr spazieren gegangen. Jetzt kümmert sich meine große Schwester um ihn. Sie ist schon groß und in Serbien geblieben.
Was mir in Serbien nicht so gut gefallen hat, war, dass es dort unter Jugendlichen viele Schlägereien gibt. Hier ist das besser, aber wenn es doch mal vorkommt, kann ich das überhaupt nicht leiden. Hier wohne ich mit meinen Eltern in Pankow. Ich schwimme gerne und spiele Fußball. Ich gehe seit einem Jahr in die Willkommensklasse. Jeden Morgen stehe ich um 7 Uhr auf und gehe in die Schule und danach wieder nach Hause. Lernen fällt mir schwer, da ich die deutsche Sprache schwer finde. In meiner Freizeit spiele ich mit meinen Freunden Fußball in einem Verein. Außerdem gehe ich zum Alexanderplatz oder spazieren. In Deutschland gefällt es mir sehr gut. Trotzdem vermisse ich mein Land, meine Freunde, meinen Cousin und meine Band.

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Lilijana-Schriftzug

Hallo,
ich heiße Lilijana, aber man nennt mich Lili. Ich bin 13 Jahre alt und komme aus Mazedonien. Ich komme aus Radozda, einem kleinen Dorf. Es liegt an einem schönen See, zwischen den Bergen. Auf der anderen Seite des Sees kann man Albanien sehen. Mein Vater ist jeden Sonntag über den See nach Albanien gefahren, um dort Freunde zu besuchen. Umgekehrt machen Albaner in Mazedonien Urlaub. Obwohl auch einige Albaner in Mazedonien leben, können manche von ihnen die Mazedonier nicht leiden. Sie zünden die Flagge von Mazedonien an und schimpfen auf uns. In einem Fußballspiel haben die Albaner die mazedonische Flagge angezündet. In Mazedonien hatte ich eine Hündin. Sie ist eine Mischung aus Husky und Samoyed und heißt Jessy. Als sie klein war, konnte sie nicht auf ihren Beinen stehen. Ich hasse Katzen.
Ich habe einen Bruder und eine Schwester. Mein Bruder heißt Nikola und meine Schwester Sara. Ich liebe meine Geschwister und verbringe sehr viel Zeit mit ihnen. Hier lebe ich mit meinem Vater, meiner Mutter und meinen Geschwistern. Ich liebe meine Eltern über alles.
Für mich war es nicht zu schwer, nach Deutschland zu kommen. Natürlich vermisse ich meine Freunden und mein Dorf auch. Aber ich habe hier Freunden gefunden, und sie sind geil. Ich fange mit einem neuen Leben an. Aber ich vergesse niemals meine Freunde, die in Mazedonien sind.
Der Rest meiner Großfamilie lebt weit verstreut. Eine Tante und zwei Cousinen leben in der Schweiz, eine andere Tante, ein Onkel und ein Baby-Cousin leben in der USA.
Ich höre sehr gerne Musik. Meine Lieblingssänger sind Justin Bieber, Cameron Dallas, Mike Singer, Chris Brown und Tyga. Meine Lieblingssängerinnen sind Selena Gomez, Adele, Ariana Grande und Taylor Swift. Meine Lieblingsgruppe sind Twentyone pilots und Kelly Family. Außerdem sehe ich gerne fern. Meine Lieblingsserie heißt „Keeping up with Kardashians“. Ich kann alle Kardashians gut leiden, aber am meisten liebe ich Kylie und Kendall. Sie sind sehr schön. Ich mag „Lip Kit by Kylie“ über alles.
Meine besten Freunde sind Angel, Trajce, Kristijan, Nina, Kristina, Martina, Maya, Azize und Noelle.
Bücher mag ich nicht so gerne, aber ich lese viele PROMI-Magazine. Wenn ich größer bin, möchte ich mir ein Tattoo machen. Und ich möchte Venedig, die Bahamas, Hawaii , Bora Bora und Crna Gora sehen.
Ich lerne viel, um etwas in meinem Leben zu erreichen. Ich bin meinen Lehrern sehr dankbar.

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Quelle: Keith Allison, Wikimedia
Bildquelle: Keith Allison, Wikimedia
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Luka-Schriftzug

Luka-ProfilbildHallo, ich bin Luka und komme aus Serbien. Ich bin 15 Jahre alt. Ich bin seit vier Monaten in Deutschland. In Serbien habe ich in Belgrad gewohnt. Belgrad ist eine sehr schöne Stadt. Aber die Menschen werfen ganz viel Müll auf die Erde. Deshalb ist Belgrad nicht so sauber.
In Belgrad habe ich viel Basketball gespielt. Basketball ist mein Hobby. Ich spiele jeden Tag Basketball. Außerdem hatte ich in Belgrad viele Freunde. Wir sind ins Kino gegangen, haben Musik gehört und Partys gemacht. Die Partys waren sehr cool. Wir haben viel getanzt, gelacht und viel, viel gesungen. Ich selber mag Hip-Hop und Pop-Musik auf serbisch und englisch am liebsten.
Wenn ich jetzt nach Serbien gehe, treffe ich mich immer mit meinen Freunden. Dann gehen wir ins Kino und sehen uns einen Action Film an. Heute ist alles anders.
In Deutschland ist es besser für die Arbeit, weil die Leute hier drei mal so viel Geld bekommen wie in Serbien. Mein Vater hat ein Fischrestaurant, und ich esse Fisch und Fleisch jeden Tag. Mein Lieblingsessen ist Fisch und Gemüse. Der Fisch wird auf dem Grill gebraten, dazu gibt es Gemüse und Salat. Hier habe ich mein eigenes Zimmer und in Serbien habe ich mit meinem Bruder ein Zimmer geteilt. Jetzt habe ich mein Zimmer eingerichtet wie ich möchte. Auch hier trainiere ich Basketball. Jetzt spiele ich bei Alba Berlin. Ich fahre auch gerne Fahrrad, zum Beispiel zum Training oder auch nur so durch die Stadt.
Später wäre ich gern ein Manager von einer Firma.

Bildquelle (Hintergrund): flickr.com/keithallison

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Maya-Schriftzug

Maya SelbstporträtHallo,
ich heiße Maya und bin 16 Jahre alt und komme aus Syrien. Ich habe einen Bruder. Er ist größer als ich. Wir haben in Damaskus gelebt. Damaskus ist eine sehr alte Stadt mit vielen schönen Gebäuden. Es gibt den sehr bekannten Suq al-Hamidiya-Platz. Das ist ein Bazar, wo es viele alte Gegenstände wie Schmuck und Kleidung zu sehen gibt und man sich alte Häuser auch von innen ansehen kann. Neben dem alten Stadtteil gibt es auch einen neuen Stadtteil. Dort wohnen heute die meisten Einwohner von Damaskus.
In Syrien bin ich zur Schule gegangen, war in einer Basketballmannschaft und habe mich mit meinen Freundinnen getroffen. Im Sommer habe ich viel Spaß gehabt und hatte immer etwas zu tun. Zum Beispiel haben wir Filme angesehen oder sind Shoppen oder ins Schwimmbad gegangen, und wir konnten über alles reden. Vom Krieg habe ich in Damaskus vor allem aus dem Fernsehen und Internet erfahren. Aber es gab auch Anschläge in Damaskus. Einmal durften wir auch nicht in die Schule gehen.
Im Sommer bin ich immer ans Meer gefahren, weil Damaskus nicht am Meer liegt. Wenn man mit dem Auto auf der Schnellstraße bis ans Meer fährt, kommt man auch an kleinen Bergen vorbei, die durch die Bäume und Büsche in dieser Gegend ziemlich grün sind. Aber die Bäume sehen anders aus als in Deutschland. Wenn man den ganzen Weg über auf der Schnellstraße bleibt, kommt man an keinen Häusern vorbei, nur an Tankstellen, Pausen-Restaurants und an Werbeplakaten. Am Meer stehen viele kleine Häuser, die nur für die Feriengäste da sind. Wir haben den Sommer mit Schwimmen, Jetski fahren und Freunde treffen verbracht.

Als der Sommer letztes Jahr vorbei war, bin ich mit meiner Mutter und meinem Bruder mit dem Flugzeug nach Deutschland gekommen. Das war möglich, weil mein Onkel schon lange in Deutschland lebt und einen deutschen Pass hat. Aber ich wäre auch ohne Krieg in Syrien nach Deutschland gekommen, weil ich hier Wirtschaft studieren möchte. Wegen dem Krieg sind wir früher gekommen. Jetzt bin ich seit fünf Monaten hier.
Zuerst habe ich mich gewundert, dass man in Deutschland keine Uniform in der Schule tragen muss. Und dass in Berlin so viele Leute mit dem Fahrrad fahren und es U-Bahnen und Straßenbahnen gibt. In Damaskus fahren die Leute mit Bussen, Taxis oder dem eigenen Auto. Insgesamt fühlt sich das Leben in Deutschland für mich ungewohnt und anders an, ich kann aber nicht erklären, was so verschieden zwischen Deutschland und Syrien ist. Im Moment schaue ich erst mal, wie sich alles entwickelt. Ich hoffe, dass es schnell geht, dass ich mich vertraut fühle und alles besser verstehe. Gleichzeitig vermisse ich alles aus Syrien, mein Land und meine Freundinnen. Im nächsten Sommer wollen wir wieder Urlaub in Syrien machen.
Nach dem Studium möchte ich gerne wieder nach Syrien zurück gehen und dort arbeiten.

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Mohamed-Schriftzug

Ich bin 18 Jahre alt und komme ursprünglich aus Syrien. Aber ich erinnere mich nicht mehr daran, weil ich klein war, als wir nach Libyen umgezogen sind. In Libyen habe ich neun Jahre lang mit meiner Familie in Tripolis, das ist die Hauptstadt von Libyen, gelebt. Ich habe drei Schwestern und vier Brüder. Wir hatten dort zwei Restaurants, und eines davon hat meinem großen Bruder und das andere mir gehört. In meinem Restaurant habe ich alles gemacht. Ich habe gekocht, gekellnert, gespült und Lebensmittel eingekauft. In dem Restaurant gab es arabische Pizza, Döner, Schnitzel, Hackfleisch-Sandwich, Salat mit Reis und vieles andere. Wie man kocht und ein Restaurant führt, habe ich davor alles von meinem Onkel gelernt. In meinem Restaurant habe ich vor allem in den Sommerferien gearbeitet, die waren in Libyen vier Monate lang. Die andere Zeit bin ich in die Schule gegangen. Ich bin dort bis zur neunten Klasse gegangen.
Einmal hatte ich vor den Sommerferien einen schweren Unfall. Ich bin mit meinem Fahrrad über einen Platz geflogen. Ein Mann hat mir dann geholfen und ein Taxi gerufen, weil in Libyen der Krankenwagen nie oder erst zwei Stunden später kommt. Das Taxi hat mich ins Krankenhaus gebracht. Dort wurden mir die Lippen und die Zunge genäht, alles war gespalten. Ich war zwei Monate lang krank. In der Zeit hat mein großer Bruder und mein Onkel das Restaurant weiter geführt.

Aber das war alles früher, als es in Libyen noch klare Regeln gab. Jetzt gibt es keine Regierung mehr. Deshalb sind wir nach Deutschland gekommen. Hier finde ich gut, dass es klare Regeln gibt, auf die man sich verlassen kann. Zum Beispiel darf man ein Auto erst ab 18 Jahre fahren. In Libyen kann man ohne Führerschein fahren, wenn der Vater findet, dass sein Kind fahren kann. Deshalb passieren auch jeden Tag Unfälle.
Auf der anderen Seite finde ich allerdings auch, dass das Leben hier ein wenig zu geordnet ist, und das eigentliche Leben manchmal zu kurz kommt. Ich mache hier beispielsweise viel häufiger das Gleiche. Ich gehe zur Schule, danach ins Fitnesscenter und treffe mich mit Freunden.

Am Anfang war mir hier vieles fremd. Zum Beispiel, dass man ein Ticket lösen muss, bevor man in den Bus steigt. In Libyen bezahlt man bar im Bus. Fremd war mir auch, dass unter der Woche ab 22 Uhr die Straßen ziemlich leer sind, weil alle in ihren Häusern sind.
Aber inzwischen finde ich mich hier ganz gut zurecht.
Wenn ich gut genug deutsch sprechen kann, möchte ich auf eine Berufsschule gehen und danach Automechaniker werden. Außerdem würde ich später gerne eine Familie mit drei Kindern und ein Haus haben.

 

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Noelle-Schriftzug

Frontpage 100%Hey!! Ich bin Noelle. Ich bin 13 Jahre alt und komme aus Chile. Ich habe in Santiago, der Hauptstadt von Chile, gelebt. Santiago ist nicht so schön, weil es dort sehr viel Smog gibt. Aber insgesamt ist Chile ein sehr schönes Land. Vor allem der Norden und der Süden. Mit meiner Cousine bin ich einmal in den Süden nach Pucón gegangen. Dort sind wir in einem See Jetski gefahren. Das war sehr cool und ich will nochmal hingehen. Leider habe ich nicht alles in Chile gesehen, weil es ein sehr schönes Land ist. In Chile habe ich auch viele Freundinnen. Wir haben uns immer nach der Schule getroffen und viel Spaß gehabt.

Sowohl mein Vater als auch meine Mutter sind zur Hälfte spanisch und deutsch. Mein Vater ist mit 13 aus Deutschland wieder zurück nach Chile, und dort hat er später meine Mutter kennen gelernt. Mein Bruder und ich sind in Chile geboren. Mein Vater hat mit uns nur spanisch gesprochen, weil er nicht wollte, dass wir von ihm nur schlechtes Deutsch lernen. Deshalb ist meine Muttersprache spanisch und ich lerne erst hier deutsch.
Ich bin seit 10 Monaten in Deutschland. Tja, eigentlich geht’s mir gut hier. Aber am Anfang war es mir auch ein bisschen langweilig, weil ich hier nicht viele Freunde habe. Aber seit ich in einen Mädchenclub gehe, wo alle lustig sind, habe ich auch Spaß. Ich mag Rap und Pop Musik. Besonders mag ich die Musiker Justin Biber, Adele und die Rolling Stones. Über meine Zukunft mache ich mir jetzt noch keine Gedanken.

 

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Rinesa-Schriftzug

Hallo,
20151018_194023ich heiße Rinesa, aber alle nennen mich Nina. Ich komme aus dem Kosovo. Ich habe in Prishtina gewohnt. Prishtina ist eine sehr schöne Stadt, vor allem im Sommer, wenn die Natur so schön ist. Mein Alltag dort sah so aus, dass ich um 7 Uhr aufgestanden bin, mich fertig gemacht habe und um 7: 40 das Haus verlassen und zur Schule gegangen bin. Ich hatte um 13 Uhr Schulschluss, bin danach aber bis 16 Uhr noch in einen Englischkurs gegangen. Dann bin ich nach Hause zum Mittagessen gegangen. Wir haben immer so spät zu Mittag gegessen. Ich hatte selten Freizeit, aber wenn ich frei hatte, habe ich etwas mit meiner Familie unternommen. Wir gingen in den berühmten Park „Germia“ in Prishtina. Dort war es schön.
Ich mag Kosovo, weil die Natur dort so schön ist. Es gibt schon Flüsse und Berge. Aber mir hat die Regierung nicht gefallen, weil sie viele Leute leiden lässt. Wir sind vor allem wegen meinem kranken Bruder nach Deutschland gekommen, weil er dort nicht so gut versorgt werden konnte.

In Deutschland gefällt es mir sehr. Ich habe neue Freunde bekommen. Klar, ich mache mir schon Gedanken über Kosovo, meine Freunde und meine Großfamilie. Aber Deutschland ist jetzt meine Heimat und das Richtige für mich. Ich fühle mich hier nicht fremd und ich wüsste auch nicht, was ich ändern würde, wenn ich könnte. Ich wünsche mir, dass ich hier eine Zukunft aufbauen, eine Familie bekommen und vielleicht Journalistin werden kann.

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Shevin-Schriftzug

IMG-20160624-WA0036Ich komme aus dem Nordosten von Syrien und bin eine Kurdin. Kurden gibt es in Syrien, Irak, Iran und der Türkei. Die Kurden sind eine ethnische Volksgrupppe mit eigener Sprache, aber ohne eigenes Land. Warum das so ist, ist sehr kompliziert und ich kann das nicht erklären.
Ich habe vier Geschwister, zwei Brüder und zwei Schwestern. Ich bin die Kleinste. Es ist schön, die Kleinste zu sein, weil die anderen immer nett zu mir sind und mich verwöhnen. In unserer Familie ist es egal, ob man ein Junge oder ein Mädchen ist, jeder wird gleich behandelt. Aber das ist in jeder Familie anders. In Syrien gibt es verschiedene Meinungen zu diesem Thema.
Weil es in Syrien Terroristen gibt, bin ich vor sechs Monaten mit meiner Familie nach Deutschland gekommen. Einmal waren IS-Kämpfer in unserem Dorf und wir haben alle sehr Angst gehabt. Aber weil wir gesagt haben, dass wir für keine Seite der verschiedenen Kämpfergruppen sind, sondern nur unsere Ruhe haben wollen, sind sie wieder abgezogen. Trotzdem war unser Leben in Syrien nicht mehr sicher. Deshalb sind wir in die Türkei geflohen und von dort mit dem Flugzeug nach Deutschland gekommen.
Es war schwierig für mich, mein Land zu verlassen. Ich vermisse meine Freunde. Bis auf eine Freundin sind alle in Syrien geblieben. Außerdem haben wir hier keine Ferien, wenn wir zu Hause unsere Feste feiern. In Syrien gibt es beispielsweise Bayram und Newroz.
Bayram ist das höchste islamische Fest. Es ist ein Opferfest, bei dem ein Schaf geschlachtet und an Freunde, Nachbarn, und auch an Arme verteilt wird. In Berlin schlachten wir natürlich kein Schaft. Hier gehen die Männer in die Moschee und wir treffen unsere Familie und Freunde. Wir essen sehr viele Süßigkeiten und traditionelle Speisen. Typisch ist auch, dass die Erwachsenen den Kindern Geld geben.
Newroz bedeutet „Neuer Tag“ und ist ein Frühlings- und Neujahrsfest. Newroz wird am astronomischen Frühlingsanfang gefeiert, also am 20. oder 21. März. In Berlin kommen bei Newroz alle Kurden zusammen, wir gehen gemeinsam in der Park und machen ein Picknick.

Bevor ich nach Deutschland gekommen bin, habe ich gedacht, dass die Deutschen viele Kartoffeln essen. Andere Vorstellungen hatte ich eigentlich nicht von Deutschland. Es gefällt mir, dass Berlin so eine weltoffene Stadt ist. Ich fühle mich hier nicht fremd, denn über das Fernsehen und Internet kann ich sehr viel über die deutsche Kultur erfahren. Was mir hier nicht so gut gefällt, ist, dass die Schule so lange dauert und man nachmittags nur sehr wenig Zeit hat, andere Dinge zu tun. In Syrien hatte ich mehr Zeit, etwas mit der Familie oder mit meinen Freundinnen zu machen. Außerdem male ich in meiner Freizeit gerne oder spiele Volleyball.
Später möchte ich gerne Regisseurin werden und viele Filme machen. Außerdem möchte ich nach Brasilien fliegen. Brasilien ist ein sehr schönes Land. Meine Filme möchte ich aber auf türkisch machen. Denn ich möchte später auch in der Türkei leben.

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Yasmin-Schriftzug

Ich bin 16 Jahre alt und komme aus Syrien. Ich bin mit meiner Familie nach Deutschland gekommen und wohne jetzt mit ihr in Berlin. Ich habe vier Brüder, drei ältere und einen jüngeren. Meine Familie ist sehr, sehr wichtig in meinem Leben. Hier gehe ich auf ein Gymnasium, es ist sehr gut. Ich habe auch viele nette Freundinnen. Meine Lehrerin ist sehr gut, nett und auch freundlich. Ich mache gerne Sport, vor allem Tennis. Außerdem lese ich gerne Bücher und höre Musik.

In Syrien habe ich in einer Stadt neben Damaskus gewohnt. Sie heißt Ein-Alfijeh. Sie ist so schön und hübsch. Die Natur dort ist sehr schön und es gibt Berge und Felder und die Quelle Alfijeh. Sie bewässert ganz Damaskus. Alle aus Damaskus trinken Wasser aus dieser Quelle.
In Syrien lernte ich in der Schule. Meine Lehrerin in Syrien war sehr gut und alle Lehrerinnen mochten mich. Wenn ich Hausaufgaben hatte, habe ich sie gemacht und gelernt, wenn ich einen Test hatte. Nachmittags habe ich mich immer mit meiner besten Freundin getroffen und mich mit ihr unterhalten und Hausaufgaben gemacht. Sie heißt Aya und ich bin seit der ersten Klasse, also seit neun Jahren, mit ihr befreundet.  Wir haben viel zusammen geredet, Witze gemacht und gespielt. Wir verstehen uns sehr gut und ich liebe sie. Ich wünschte, ich könnte sie hier treffen. Aber sie ist in Damaskus geblieben. Jetzt schreibe wir uns jeden Tag.
In Syrien bin ich jeden Tag oder mindestens einmal in der Woche nach Damaskus gelaufen, um dort ein Picknick zu machen, einzukaufen und mich mit meinen Freunden zu treffen. Für den Weg allein habe ich etwa zwei Stunden gebraucht.

Hier in Deutschland sind die Leute sehr gut und freundlich zu uns. In Syrien habe ich meine ganze Familie, aber hier habe ich nur meine Eltern, meine Brüder und neben uns wohnt noch mein Cousin. Wir haben hier jetzt eine Wohnung und die Nachbarn im Haus haben uns sehr gut aufgenommen und uns ihre Hilfe angeboten.

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