Maya-Schriftzug

Maya SelbstporträtHallo,
ich heiße Maya und bin 16 Jahre alt und komme aus Syrien. Ich habe einen Bruder. Er ist größer als ich. Wir haben in Damaskus gelebt. Damaskus ist eine sehr alte Stadt mit vielen schönen Gebäuden. Es gibt den sehr bekannten Suq al-Hamidiya-Platz. Das ist ein Bazar, wo es viele alte Gegenstände wie Schmuck und Kleidung zu sehen gibt und man sich alte Häuser auch von innen ansehen kann. Neben dem alten Stadtteil gibt es auch einen neuen Stadtteil. Dort wohnen heute die meisten Einwohner von Damaskus.
In Syrien bin ich zur Schule gegangen, war in einer Basketballmannschaft und habe mich mit meinen Freundinnen getroffen. Im Sommer habe ich viel Spaß gehabt und hatte immer etwas zu tun. Zum Beispiel haben wir Filme angesehen oder sind Shoppen oder ins Schwimmbad gegangen, und wir konnten über alles reden. Vom Krieg habe ich in Damaskus vor allem aus dem Fernsehen und Internet erfahren. Aber es gab auch Anschläge in Damaskus. Einmal durften wir auch nicht in die Schule gehen.
Im Sommer bin ich immer ans Meer gefahren, weil Damaskus nicht am Meer liegt. Wenn man mit dem Auto auf der Schnellstraße bis ans Meer fährt, kommt man auch an kleinen Bergen vorbei, die durch die Bäume und Büsche in dieser Gegend ziemlich grün sind. Aber die Bäume sehen anders aus als in Deutschland. Wenn man den ganzen Weg über auf der Schnellstraße bleibt, kommt man an keinen Häusern vorbei, nur an Tankstellen, Pausen-Restaurants und an Werbeplakaten. Am Meer stehen viele kleine Häuser, die nur für die Feriengäste da sind. Wir haben den Sommer mit Schwimmen, Jetski fahren und Freunde treffen verbracht.

Als der Sommer letztes Jahr vorbei war, bin ich mit meiner Mutter und meinem Bruder mit dem Flugzeug nach Deutschland gekommen. Das war möglich, weil mein Onkel schon lange in Deutschland lebt und einen deutschen Pass hat. Aber ich wäre auch ohne Krieg in Syrien nach Deutschland gekommen, weil ich hier Wirtschaft studieren möchte. Wegen dem Krieg sind wir früher gekommen. Jetzt bin ich seit fünf Monaten hier.
Zuerst habe ich mich gewundert, dass man in Deutschland keine Uniform in der Schule tragen muss. Und dass in Berlin so viele Leute mit dem Fahrrad fahren und es U-Bahnen und Straßenbahnen gibt. In Damaskus fahren die Leute mit Bussen, Taxis oder dem eigenen Auto. Insgesamt fühlt sich das Leben in Deutschland für mich ungewohnt und anders an, ich kann aber nicht erklären, was so verschieden zwischen Deutschland und Syrien ist. Im Moment schaue ich erst mal, wie sich alles entwickelt. Ich hoffe, dass es schnell geht, dass ich mich vertraut fühle und alles besser verstehe. Gleichzeitig vermisse ich alles aus Syrien, mein Land und meine Freundinnen. Im nächsten Sommer wollen wir wieder Urlaub in Syrien machen.
Nach dem Studium möchte ich gerne wieder nach Syrien zurück gehen und dort arbeiten.

Eindrücke

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Integration ist ein großes Thema. Für mich bedeutet es, dass wir alle gemeinsam leben können und jeder den anderen versteht.
Ich finde, das Problem ist, dass nicht alle verstehen können, dass wir gemeinsam leben können, wenn jeder die Kultur und die andere Meinung des anderen akzeptiert.

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