Definition

Integration ist die Herstellung einer Einheit oder Eingliederung in ein größeres Ganzes.
Bezogen auf Politik und Gesellschaft bezeichnet Integration die politische und gesellschaftliche Eingliederung von Personen oder Bevölkerungsgruppen, die sich zum Beispiel durch ihre ethnische Zugehörigkeit, Religion, Sprache etc. unterscheiden.

Aktuelle Situation

Politiker und Medienmachern betonen immer wieder, wie notwendig es sei, Zugewanderte in die deutsche Gesellschaft zu integrieren. Ziel der gesellschaftlichen und politischen Integration sei dabei, dass Menschen zusammen und nicht nebeneinander her leben.
Gleichzeitig wird in der Politik und in den Medien viel zu wenig für die Integration von Zugewanderten getan.

Unsere Vorschläge

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Deshalb schlagen wir, die Schülerinnen und Schüler der Willkommensklasse, vor:

Den Politikern:

  1. Dass ausnahmslos alle Zugewanderten an kostenlosen Sprachkursen teilnehmen dürfen, um die deutsche Sprache lernen dürfen. Also auch Menschen, die aus sogenannten „sicheren Herkunftsländern“ kommen.
  2. Dass alle Zugewanderten schnell erfahren, ob sie eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen oder nicht. Außerdem müssen sie schneller Ausbildungsplätze und Wohnraum bekommen. Menschen, die lange nicht wissen, ob sie überhaupt bleiben können und wie ihre Zukunft aussieht, können sich hier nicht gut integrieren.
  3. Dass Menschen, die sich in Deutschland bereits gut integriert haben, nicht von Abschiebung bedroht sind. Auch dann nicht, wenn sie aus „sicheren Herkunftsländern“ kommen. Dass Menschen durch Abschiebung ein weiteres Mal ihr Zuhause verlieren, empfinden wir als menschenunwürdig. 
  4. Dass alle Zugewanderten sich nicht ständig mit Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung auseinandersetzen müssen. Die meisten der hier her geflohenen Menschen wollen einfach nur ein ganz normales Leben führen.

Den Medienmachern:

  1. Dass sie Flüchtlinge nicht nur auf ihre Religion und Herkunft reduzieren. Vielmehr sollte der Mensch und die Achtung seiner Würde im Vordergrund stehen.
  2. Dass sie mehr über den Islam informieren und auch ein positives Bild vermitteln. Vor allem über Muslime und den Islam wird so berichtet, dass Einheimische Angst bekommen. Das schafft wenig Verständnis gegenüber muslimischen Zugewanderten.
  3. Dass sie nicht so viel über Zugewanderte, den Islam und Muslime berichten und über sie reden, sondern mit den Zugewanderten. Gespräche führen zum besseren gegenseitigen Verständnis und fördern dadurch die Integration.

Deine Vorschläge

Wie kann Integration deiner Meinung nach besser gelingen?
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15 Kommentare zu “Deine Vorschläge

  1. Viele Deutsche meinen, dass sie die eine klare Gruppe beschreiben, also irgendwie einheitlich sind, und die neu dazu kommenden Flüchtlinge oder Migranten die andere Gruppe. Dabei sind die Deutschen keine einheitliche Gruppe, sondern ein Sammelsurium an verschiedenen Menschen. Unter diesen deutschen Menschen sind beispielsweise Spießer, Freaks, Ausbeuter und Ausgebeutete, politisch Aktive und völlig unpolitische, linke, rechte, avantgardistische und konservative, behinderte und nicht behinderte, große, kleine, blasse und bunte, korrupte und nicht korrupte, Verbrecher und Leute, die keiner Fliege etwas zu leide tun können, usw. und dazwischen natürlich alle Schattierungen. Genauso ist es mit den Flüchtlingen und Migranten auch.
    Deshalb sollte man nicht mehr von Deutschen und Flüchtlingen/Migranten reden, sondern nur noch von Einwohnern Deutschlands. Das würde vieles vereinfachen und die Gräben wahrscheinlich ein wenig schließen.

  2. Die Menschen sollten aufhören unablässig nach Bestätigung der eigenen Ansichten, Einstellungen zu suchen. Denn was ist
    ein Fremder, wenn nicht einer, der diese Ansichten, Einstellungen in Frage stellt? Grüße an Annette Kautt von Christian Ondracek, mittlerweile Wiko-Lehrer himself

  3. zusammen

    wir geben das
    Wasser weiter
    den Durstigen

    das Brot weiter
    den Hunger zu stillen
    die Worte

    wir wolle Euch und uns verstehn

    wir möchten zusammen die Zeit
    doch nutzen
    mit Euch die schöne Erde zu sehn

    und zu schützen
    das geht nur mit Euch

    ZUSAMMEN

  4. Ich bin ein Grundschule Lehrer aus Irland. Momentan, bin ich in Berlin um mein Deutsch zu verbessern. Ich will auch Informationen über Willkommensklasse herausfinden, um zu sehen, ob die in Irland nützlich sein werden. Können irgendjemand mir vorschlagen mit wem ich sprechen kann. Es wäre für mich sehr hilfreich, wenn ich vielleicht mit deutsche Lehrer und/oder Beamten/junge Leute sprechen könnte.

    Danke!

    1. Hallo Alex, es gibt zum Beispiel bei Facebook eine Seite ‚Willkommensklassen in Berlin‘ – dort kannst Du Deine Frage posten. LIebe Grüße, Charlotte

  5. Toleranz faengt dann an, wenn du nicht der einzige Mensch bist. Toleranz hoert dann auf, wenn die, die man tolerieren sollte, Dinge tun, die gegen seine moralischen Grundsätze verstoßen.

  6. Hallo.Ahmed ich versterhe dich gut, dass du freund brauchst.
    ich bin bestimmt dein freund. ich wünsche dir und mir, dass es in unserm land keinen krieg mehr gibt 🙂

  7. Integration fängt beim Wohnort an. Wer in einem Wohnheim wohnt, hat keine Chance, seine Nachbarn kennen zu lernen. Und die Deutschen haben keine Chance, ihre Vorurteile gegenüber Fremden zu überwinden. Die Zugezogenen sollten deshalb im ganzen Stadtgebiet und im ganzen Land verteilt in ganz normalen Wohnungen wohnen. Dann werden sie viel schneller integriert.

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Thema: Integration


Wie tolerant bist du? Mache den Selbsttest!

  • Was ist Toleranz?

    Tolerant ist, wer Anschauungen, Sitten, Lebensformen und den Glauben von anderen gelten lässt oder zumindest duldet. Diese Eigenschaft ist heute besonders wichtig. Denn noch nie war unsere Gesellschaft so vielfältig, multikulturell und bunt wie heute. Je toleranter eine Gesellschaft ist, umso besser kann sie mit Konflikten und zwischenmenschlichen Problemen umgehen, und umso friedlicher ist sie.

    Andere Menschen so zu tolerieren, wie sie sind, ist allerdings gar nicht so einfach.
    Häufig haben wir Vorurteile gegenüber anderen Lebenseinstellungen, weil wir sie zu wenig kennen.
    Außerdem setzt Toleranz oft ein gesundes Selbstbewusstsein voraus. Wer sich seiner Position selbst sicher ist, muss den Vergleich mit anderen Meinungen nicht scheuen und hat meistens weniger Hemmungen, mit anderen in einen offenen Dialog zu treten.
    Wer Toleranz üben möchte, sollte also offen auf andere zuzugehen und sich erst dann eine Meinung über andere Lebenseinstellungen bilden, wenn er oder sie sich mit ihr auseinander gesetzt hat.

    Übrigens: Toleranz hat auch ihre Grenzen. Nämlich dann, wenn persönliche Anschauungen und Lebensformen demjenigen selbst oder anderen schaden. Solche Handlungen sollte man auf keinen Fall tolerieren! Wer so etwas duldet, ist nicht tolerant, sondern ignorant.

    • 1/11
      Welcher neue Nachbar wäre dir am liebsten?
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      Das Aussehen interessiert mich nicht. Hauptsache, der Nachbar ist tolerant und stört mich nicht.
      Das ist mir egal. Ich habe ohnehin nichts mit meinen Nachbarn zu tun.
    • 2/11
      Du besuchst die Familie eines Freundes, bei der es üblich ist, sich zur Begrüßung auf den Mund zu küssen. Was tust du?
      Ich tue so, als ob ich nichts bemerkt hätte und strecke die Hand aus.
      Ich sage, dass ich das nicht möchte.
      Ich sage, dass ich eine ansteckende Krankheit habe, um mich zu vor dem Kuss zu drücken.
      Wenn es in der Familie üblich ist, mache ich das auch.
    • 3/11
      Du steigst in ein öffentliches Verkehrsmittel und suchst dir einen freien Platz. Neben wen setzt du dich?
      Junge weiße Frau.
      Junge schwarze Frau.
      Auf den Sitz, der mir am nächsten ist.
      Junger schwarzer Mann.
    • 4/11
      Dein Bruder oder deine Schwester möchte einer Religionsgemeinschaft beitreten, von der du glaubst, dass sie ihm/ihr nicht gut tut.
      Mir egal, er/sie darf glauben, was er/sie will.
      Ich frage sie/ihn, warum. Wenn ich das Gefühl habe, dass er/sie bewusste, klare Gründe für seine/ihre Entscheidung hat, akzeptiere ich seine/ihre Entscheidung. Wenn ich das Gefühl habe, dass er/sie nur aus Einsamkeit, einem Trend oder einer Krise heraus der Religionsgemeinschaft beitreten will, versuche ich ihn/sie umzustimmen und ihm/ihr andere Wege zu zeigen.
      Ich akzeptiere seine/ihre Entscheidung. Er/sie wird schon wissen, warum er/sie das machen möchte.
      Er/Sie wurde sicher negativ beeinflusst. Ich versuche ihn auf jeden Fall umzustimmen.
    • 5/11
      Du siehst, wie ein arabisch aussehender Mann einen deutsch aussehenden Mann mit Fäusten schlägt. Was machst du?
      Ich rufe die Polizei.
      Ich tue so, als ob ich nichts merke und gehe weiter.
      Ich unternehme nichts, weil der deutsch aussehende Mann sicher Rassist ist und zu Recht Schläge bekommt.
      Ich mische mich ein und versuche, den Streit zu schlichten.
      Ich unternehme nichts, weil ich nicht möchte, dass der arabisch aussehende Mensch Ärger bekommt.
    • 6/11
      Der Kindergarten im Erdgeschoss deines Hauses bemalt die Fassade. Das Bild gefällt dir überhaupt nicht. Was tust du?
      Ich ärgere mich jedes Mal, wenn ich daran vorbei gehe. Unternehme aber sonst nichts.
      Ich gehe zur Leitung des Kindergartens und fordere sie auf, das Bild wieder zu überstreichen.
      Ich sehe ein, dass andere Leute einen anderen Geschmack haben – Das Bild hängt schließlich nicht in meiner Wohnung.
      Es ist mir völlig gleichgültig, wie andere ihre Fassade schmücken.
      Ich gehe nachts raus und überstreiche das Bild.
    • 7/11
      Eine deiner Freundinnen isst fast nichts mehr und wird immer dünner. Was tust du?
      Ich versuche mit ihr darüber zu reden und die Ursache für ihre neue Essgewohnheit heraus zu bekommen. Wenn es nicht besser wird, spreche ich ihre Eltern an.
      Ich finde zwar nicht gut, dass sie nur noch sehr wenig isst, aber ich akzeptiere ihre Entscheidung.
      Ich finde gut, dass sie sich endlich im Griff hat und unterstütze sie dabei, eine super Figur zu bekommen.
      Jeder soll so viel essen dürfen, wie er will. Da will ich mich nicht einmischen.
    • 8/11
      Eine/r deiner Mitschüler/innen hat aus Überzeugung kein Smartphone und bekommt deshalb auch einige Unterrichtsmaterialien nicht zugeschickt. Wie findest du das?
      Was geht mich das an, wenn er/sie kein Smartphone hat?
      Das ist Diskriminierung! Ich mache die Lehrer/innen darauf aufmerksam und setze mich für ihn/sie ein.
      Ich schicke ihm/ihr die Materialien per Mail zu oder gebe ihm/ihr einen Ausdruck.
      Ich versuche mit ihm/ihr zu reden und ihn/sie davon zu überzeugen, dass man heute ohne Smartphone nicht mehr leben kann.
    • 9/11
      In deine Klasse kommt ein neuer Mitschüler mit asiatischem Aussehen. Wie sprichst du ihn an?
      „Aus welchem Land kommst du?“
      „Hallo Chinese!“
      Ich spreche ihn nur an, wenn er mir bei den Hausaufgaben oder anderen Dingen helfen kann.
      „Hallo!“
    • 10/11
      Du gehst im Park mit deinem Hund spazieren. Dir kommen Leute entgegen, die Angst vor Hunden haben. Wie reagierst du?
      Ich lasse meinen Hund weiter frei laufen. Schließlich sind in diesem Park frei laufende Hunde erlaubt.
      Ich halte meinen Hund fest, bis die Leute vorbei sind.
      Ich reagiere gar nicht! Die Leute sollen mir und meinem Hund gegenüber tolerant sein, das bin ich ihnen gegenüber schließlich auch.
      Ich beruhige die Leute und sage: „Der will nur spielen!“
    • 11/11
      Dein/e Nachbar/in hört nachts laut Musik und du kannst nicht schlafen. Was tust du?
      Ich klingele und bitte ihn/sie, die Musik leiser zu schalten.
      Ich stecke mir Stöpsel ins Ohr und schlafe weiter.
      Ich rufe die Polizei. Ruhestörung nach 22 Uhr ist in Deutschland verboten.
      Ich klopfe gegen die Wand und hoffe, dass er/sie die Musik leiser schaltet.
  • Auswertung zum Test: Wie tolerant bist du?

    tolerant
    unsicher tolerant
    ignorant
    intolerant
    Dein Toleranztyp

    Intoleranter Typ

    Kann es sein, dass du ein Problem damit hast, Menschen mit anderer Lebenseinstellungen zu tolerieren? Dann liegt das vielleicht daran, dass du Vorurteile gegen bestimmte Menschentypen oder -gruppen hast. Versuche mehr Toleranz einzuüben, indem du dich in der jeweiligen Situation fragst, ob du von diesem jeweiligen Typ oder der Gruppe nicht auch andere Menschen kennst, die anders sind? Oder indem du versuchst, mit den dir fremden Menschen ins Gespräch zu kommen und ihre Beweggründe für ihre andere Lebenseinstellung zu verstehen. In jedem Fall solltest du dir aber bewusst über deine Vorurteile sein, um toleranter zu werden!

  • Auswertung zum Test: Wie tolerant bist du?

    tolerant
    unsicher tolerant
    ignorant
    intolerant
    Dein Toleranztyp

    Ignorant toleranter Typ

    Du nimmst viele Menschen so hin, wie sie sind. Dadurch kommst du wenig in Konflikt mit anderen, was natürlich gut ist. Allerdings solltest du aufpassen, Toleranz nicht mit Ignoranz zu verwechseln. Die Haltung „Jedem das Seine“ kann gefährlich werden, wenn Menschen dadurch zu Schaden kommen. Ein bisschen mehr Interesse und Engagement deinen Mitmenschen gegenüber könnte nicht schaden. Du kannst deine Toleranz üben, indem du dir in der jeweiligen Situation überlegst, wie du selbst gerne von anderen behandelt werden würdest. Das hilft dir bestimmt, toleranter zu werden!

  • Auswertung zum Test: Wie tolerant bist du?

    tolerant
    unsicher tolerant
    ignorant
    intolerant
    Dein Toleranztyp

    Unsicherer toleranter Typ

    Von dir könnten sich viele eine Scheibe abschneiden! Du bist ziemlich tolerant und bist schon auf dem richtigen Weg zum Toleranz-Profi zu werden. Allerdings bist du dir noch öfters unsicher, wie du dich in einer Situation verhalten sollst. Und vielleicht hast du auch manchmal Probleme damit, dir selbst und anderen Grenzen der Toleranz zu setzen? Versuche noch mutiger zu sein, deine Meinung öfters offen zu äußern und dich mehr für andere einzusetzen!

  • Auswertung zum Test: Wie tolerant bist du?

    tolerant
    unsicher tolerant
    ignorant
    intolerant
    Dein Toleranztyp

    Toleranter Typ

    Herzlichen Glückwunsch! Du bist deinen Mitmenschen gegenüber sehr offen, interessiert und tolerant. Außerdem weißt du, wo die Grenzen von Toleranz sind, das heißt welche Handlungen und Ansichten du nicht tolerieren und wann du dich für deine Mitmenschen einsetzen musst. Weiter so!